Samstag, 20. Januar 2018
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Trendige Taschen aus Markisenstoffresten

Beim Projekt Brichbag gehen nachhaltiges Handeln und soziales Engagement Hand in Hand. Zusätzlich entstehen auch noch stylische Produkte. Die Zusammenarbeit von Warema und Manomama macht es möglich.

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Das Unternehmen suchte aktiv nach einer sinnvollen Möglichkeit, die Acrylstoffreste weiter zu verwerten. (Foto: © Warema)

Das Textilunternehmen verarbeitet Stoffreste aus der Markisenproduktion zu Rucksäcken und Taschen weiter – jede ein Unikat. Aus den Verkaufserlösen werden Obdachlose mit Rucksäcken ausgestattet.

Ziel: Abfallfreie Produktion

Das erklärte Ziel von Warema ist eine abfallfreie Produktion. Dazu tragen beispielsweise die Verschnittoptimierung bei Stoffen und Blechen sowie die Pulverrückgewinnung bei der Beschichtung bei. Dennoch bleiben pro Jahr ca. 42 Tonnen Markisenstoff-Abschnitte übrig. Aus diesem Grund suchte das Unternehmen aktiv nach einer sinnvollen Möglichkeit, die Acrylstoffreste weiter zu verwerten.

HandwerkDie fand es gemeinsam mit Sina Trinkwalder von Manomama. Die engagierte Unternehmerin stellt seit 2010 in Augsburg Bekleidung und andere textile Produkte mit sozialem und ökologischem Anspruch her. Seit neustem nun auch Taschen und Rucksäcke für das Brichbag Projekt.

"Ökologie und soziales Engagement liegen mir sehr am Herzen", berichtet Angelique Renkhoff-Mücke, Vorstandsvorsitzende bei Warema "Daher freuen wir uns sehr darüber, dass unsere Stoffverschnitte durch Brichbag weiterverwertet werden und wir uns so gemeinsam für Menschen und die Umwelt engagieren können."

Aufmerksamkeit für Obdachlose

Der Name Brichbag symbolisiert, worum es bei dem Projekt geht: Eine Brücke zwischen Arm und Reich zu bauen. Die Idee dahinter ist, dass mit jedem verkauften Produkt die Ausstattung von Obdachlosen mit Rucksäcken unterstützt wird. Eine wasserabweisende und robuste Alternative zur Plastiktüte, die Menschen am Rande der Gesellschaft auch ein Stück Selbstwertgefühl zurückgeben kann.

Neonorange Details erregen zudem Aufmerksamkeit für die Träger und damit auch für das Thema Obdachlosigkeit. Dank weiterer zahlreicher Unterstützer sind die Rucksäcke bei der Verteilung mit Hygieneartikeln wie Seife und Desinfektionsspray sowie mit haltbaren Nahrungsmitteln wie Trockenfrüchten oder Instant-Kaffeepulver gefüllt.

Brichbag Online-Shop

500 Rucksäcke für Obdachlose stellte Sina Trinkwalder zum Start des Projekts selbst zur Verfügung. Jetzt wird die Herstellung der textilen Begleiter durch den Verkauf der Brichbags weiter finanziert.

Angeboten werden die Produkte im Brichbag Online-Shop. Zum Sortiment gehören Taschen und Rucksäcke in verschiedenen Größen sowie Stiftmäppchen. Jedes Stück ein Unikat zusammengesetzt noch aus den kleinsten Reststücken der Warema Markisenstoffe.

www.warema.de/brichbag

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