Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Gutes Beispiel für gelungene Nachfolge

Beim jährlich ausgetragenen Gründerpreis des Bayerischen Sparkassenverbands erreichte der Produzent von Insektenschutzgittern Spengler & Meyer den inoffiziellen zweiten Rang.

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Dr. Hans Mehringer (M.) freut sich über die von Jürgen Franz, (Sparkasse Ansbach/l.) und Werner Frieß (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ansbach/r.) überreichte Auszeichnung. (Foto: © Spengler & Meyer)

"Laut Aussagen der Sparkasse Ansbach gelten wir als ein außergewöhnlich gutes Beispiel für eine gelungene Nachfolge durch komplette Übernahme von Firmenanteilen", erläutert Unternehmenschef Dr. Hans Mehringer den Grund für die Teilnahme am Wettbewerb.

Folglich trat Ende 2017 die Hausbank an den Geschäftsführer heran und fragte ihn, ob er sich eine Bewerbung um den Bayerischen Gründerpreis in der Kategorie Nachfolge vorstellen könne. "Dies habe ich dann gerne aufgegriffen".

Kein Produkt "von der Stange"

Insgesamt nahmen 30 Firmen am Wettbewerb in der Kategorie "Nachfolge" teil. Die Nominierungsvorschläge stammen aus einem Netzwerk von fast 100 Experten. Ausgenommen von der Kategorie "Konzept" können sich Unternehmen nicht selbst um eine Nominierung bewerben.

Spengler & Meyer hat sich mit seinen derzeit 60 Mitarbeitern auf Lösungen für den Insektenschutz spezialisiert – ausschließlich auf Basis kundenindividueller Aufträge. Kein Produkt wird "von der Stange" hergestellt. Zu den Kunden gehören insbesondere Unternehmen, vorrangig in Bayern.

Im nahen Einzugsgebiet um die beiden Standorte Ansbach und Baldham (bei München) beliefert der Betrieb auch Endkunden, so dass man mit den dort gemachten Erfahrungen die Gewerbekunden in deren Geschäft unterstützen kann. Das umfangreiche Standardprogramm durch den Systemanbieter Neher wird ergänzt durch einen professionellen Reparaturservice.

Kurze Lieferzeiten

Zum Selbstanspruch des Handwerksbetriebs gehört es, die Aufträge der gewerblichen Kunden mit hoher Qualität abzuwickeln und die Insektenschutzgitter in kurzer Zeit zu liefern. "Für einen eigentlich traditionellen Handwerksbetrieb sind wir sehr solide, expansiv, digital, zukunftsorientiert und mit Weitblick aufgestellt", sagt Dr. Hans Mehringer, Eigentümer der "Muggergittermacher" seit 2014 und Geschäftsführer seit April 2015.

"Die Firmenübergabe hat gut geklappt, weil die Anteile in einem Vorgang gleich zu 100 Prozent übernommen wurden", so der Ansbacher. "Damit war klar, wer zukünftig verantwortlich ist". Außerdem hat während der ersten eineinhalb Jahre die ehemalige Mitinhaberin das Unternehmen mit ihrem Wissen, Erfahrung und aktiver Mitarbeit begleitet.

Firmenanwesen soll Gewerbepark werden

Die Weichen für die Zukunft hat der Handwerksbetrieb 2016 und 2017 in mehrfacher Hinsicht gestellt. Infolge des Kaufs eines großen Gewerbeanwesens in der Gutenbergstraße 4 in Ansbach, das seit Januar 2018 neuer Firmensitz ist, liegen sehr gute Voraussetzungen für die weitere Expansion und auch für zukünftige Diversifizierung vor: "Wir haben eine gute Ertragslage, durch geringe Entnahmen eine sehr solide Eigenkapitalbasis und damit auch die wirtschaftliche Grundlage für weitere Investitionen", sagt der Ansbacher Geschäftsmann.

Die Zielsetzung für die nächsten zwölf Monate lautet, die geschäftlichen Auswertungen und das Controlling zu verbessern. "Die Erkenntnisse daraus werden wir im Vertrieb umsetzen", meint Dr. Hans Mehringer. Damit nicht genug: Die Entwicklung des Firmenanwesens zu einem Gewerbepark ist ein weiteres Ziel für die nächsten drei Jahre.

www.muggergittermacher.de

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